Fettsäuren sind vielen Menschen ein Begriff, und viele wissen auch, dass die Aufnahme bestimmter Fettsäuren von gesundheitlicher Bedeutung ist. Die meisten haben auch schon einmal von Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren gehört. Jedoch beim rechten Aufnahmeverhältnis hört das Wissen dann aber auf.

Man vermutet, dass im 19. Jahrhundert innerhalb der gesamten Menschheitsgeschichte das Verhältnis von Omega-3 (Alpha-Linolensäure o. Dokosahexaensäure u.v.m.) zu Omega-6-Fettsäuren (z.B. Linolsäure) noch bei 1:1 lag. Blätter, Fisch und Wild enthielten reichlich Omega-3-Fettsäuren.

Ca. ab dem 19. Jahrhundert, bis hin nach 1930 stieg der Konsum von Omega-6-Fettsäuren signifikant an. Verantwortlich dafür war eine herber Einschnitt der Ernährung. Die arbeitende Bevölkerung musste günstig gespeist werden. Die mit Nüssen, Samen und Getreide gefütterten Tiere, so wie ein verstärkter Konsum ungesättigter pflanzlicher Öle sind potente Quellen für Omega-6-Fettsäuren.

Aktuell beträgt das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3 Fettsäuren 5:1. Beispiellos ist unsere linolsäurereiche Ernährung damit in der Geschichte. Das Problem: eine derart erhöhte Linolsäure-Zufuhr aktiviert die Fresszellen und hemmt dabei die Lymphozyten.

Man geht davon aus, dass durch die Kombination einer erhöhten Zufuhr von linolsäurehaltigen Pflanzenölen, Archaidon- und Transfettsäuren (also industriell stark veränderten Fetten wie Margarine) sowie raffinierten Kohlenhydraten, bei einem vorliegendem Mangel an Mikronährstoffen wie zum Beispiel den Vitamin-B-Komplexen, Zink oder Vitamin E, die Menschheit die vermutlich immunschwächendste Kost zu sich nimmt. Das ist mehr als alarmierend!

Das rechte Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein wesentlicher Faktor bei der Immunabwehr gegen eine Infektion. Wie oben bereits geschrieben sorgt ein ungünstiges Verhältnis pro Omega-6-Fettsäuren zu einer Hemmung der Lymphozyten, und stellt somit eine mögliche Erleichterung der Infektion, und einer Erhöhung der Infektionsraten dar.

Diese und viele andere Erkenntnisse zeigen letztlich, wie groß vielerorts die Wissenslücken innerhalb der Ernährungslehren sind. Es wird sich oft auf Vorgaben gestützt die dem vergangenen Jahrhundert angehören und heute definitiv nicht mehr zeitgemäß sind.

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