Die wilden Kräuter. Vor vielen, vielen  Generationen kannte, schätzte und nutze man/frau ihre heilenden und kräftigenden Wirkungen – zugegeben kam die eine andere „Käuterhexe“ zu Unrecht dafür auf den Scheiterhaufen – und mit den Jahren gerieten sie immer mehr in Vergessenheit. Glücklicherweise kehrt altes Wissen, in Zeiten in denen der Staat der Meinung ist Heilkräuter verbieten zu müssen,  wieder zurück und wird weitergegeben.

Wildkräuter sind nicht nur reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, sondern geben auch ihre Kraft, Energie, Persönlichkeit und Widerstandsfähigkeit an uns weiter. Neben ihrem hohen Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen , zeichnen sie sich durch ihre teils entzündungshemmende, Krebsvorbeugende und Immunsystemstärkende Wirkung aus. Die Wildpflanzen und Kräuter haben eine direkte Verbindung mit Mutter Natur, sind unverfälscht in ihrem Geschmack und nicht hoch- und überzüchtet wie manch anderes Kraut.

Mittlerweile gibt es zahlreiche empfehlenswerte (Koch-)Literatur zum Thema Wildkräuter, in gehobenen Restaurants haben sie ebenfalls Einzug erhalten, und auf guten Wochenmärkten, mit vorwiegend regionalen Anbietern, findet man sie ebenfalls wieder. Auch werden verstärkt Workshops, z.B. „Wildkräuter finden und verarbeiten“, angeboten.

Sollten Sie selber Wildkräuter sammeln gehen wollen, dann nehmen Sie nur die Ihnen bekannten Kräuter mit.

In der Küche sorgen die wilden Kräuter für eine willkommene geschmackliche Abwechslung. Mit ihnen kann man vorzügliche Suppen, Salate, Aufläufe oder Beilagen kreieren. Seien Sie mutig und begeben Sie sich auf eine Geschmacksexpedition.

Taube Nessel

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– antibakteriell
– beruhigend
– blutreinigend und blutstillend
– harntreibend
– krampflösend
– schleimlösend (Asthma, Bronchitis, Husten)
– positive Wirkung bei Erkältung
– fiebersenkend
– hilft bei Verdauungsschwäche
– lindernde Wirkung Magenentzündung und Darmstörungen
– hilft bei Schlaflosigkeit

Rauke

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Löwenzahnblätter (jung)

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– Bitterstoffe (heilsam für Leber und Nieren
– blutreinigend
– antirheumatisch
– positive Wirkung bei Hautkrankheiten, Fettsucht, Gallensteinen, Knorpeldegeneration
– reich an Vitamin C und Mineralien

Bärlauch

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– adstringierend
– anregend
– antibiotisch
– blutreinigend
– entzündungshemmend
– harntreibend
– schleimlösend
– schweißtreibend
– tonisierend

Schafgarbe

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– ätherische Öle
– Bitterstoffe
– Flavonoide
– krampflösend
– verdauungsfördernd
– antibakteriell

Wiesenkerbel

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Sauerampfer

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– appetitanregend
– blutreinigend
– harntreibend
– enthält Oxalsäure (daher nur in kleinen Mengen konsumieren!)

Brennnessel

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– hoher Gehalt an Flavonoiden
– Mineralstoffen (Eisen, Magnesium, Kalzium, Silizium
– Vitaminen (siebenmal mehr Vitamin C als Orangen)
– schmerzstillend
– entzündungshemmend
– anti-rheumatisch

Brunnenkresse

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– ätherische Öle
– Bitterstoffe
– Gerbstoffe
– Raphanol
– reich an Vitamine (A, B1, B2, C und E)
– reich an Mineralstoffe (Eisen, Iod, Phosphor, Calcium)
– verdauungsfördernd
– appetitanregend
– blutreinigend
– fiebersenkende Wirkung

Vogelmiere

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– ätherische Öle
– Vitamine
– Saponine
– Flavonoide
– Cumarine
– Mineralien
– Oxalsäure (geringdosiert verwenden)
– Zink
– schleimlösend
– hilft bei Nieren- Blasenverschleimung

Wiesensalbei

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Giersch

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– abführend
– antirheumatisch
– beruhigend
– entzündungshemmend
– harnsäurelösend
– verdauungsanregend

Pimpinelle

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– gute Zutat für Salate und im Joghurt
– schleimlösend
– entzündungshemmend
Wie bereits erwähnt, lassen sich mit den Wildkräutern leckere Rezepte kreieren und damit neue Geschmackserlebnisse in den Gaumen zaubern. Einige Variationen will ich Ihnen hier anbieten.
Wildkräutersalat Variation I
ein bis zwei Händevoll junge und zarte Wildkräuter
eine kleine Handvoll Gewürzkräuter
einige essbare Blüten
1 mildsäuerlichen Apfel
½ Banane
1 EL Rosinen
1 EL Walnüsse
etwas Honig
etwas Zitronensaft
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Die Kräuter waschen, verputzen wenn nötig, und grob schneiden. Nehmen Sie sich eine Schüssel und schneiden Apfel und Banane in gefällige Stücke, geben die Rosinen, Walnüsse und die restlichen Zutaten hinzu und vermengen alles. Schmecken Sie, wenn nötig noch mit Salz, Pfeffer oder Zitronensaft ab. Heben Sie nun behutsam die Kräuter unter und richten alles ansehnlich auf einem Teller an. Gern können Sie obendrauf noch ein paar Walnüsse streuen.

Rezept Download

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Wildkräutersalat Variation II
ein bis zwei Händevoll junge und zarte Wildkräuter
eine kleine Handvoll Gewürzkräuter
einige essbare Blüten
100g Ziegenfrischkäse
1 Handvoll reife Kirschtomaten
etwas Zitronensaft
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Die Kräuter und Tomaten waschen, verputzen wenn nötig, und grob schneiden. Nehmen Sie sich eine Schüssel, halbieren die Tomaten und vermengen sie mit Öl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Heben Sie nun vorsichtig die Kräuter unter und richten alles auf einem Teller an.
Nehmen Sie sich zwei Teelöffel und formen aus dem aus dem Ziegenfrischkäse kleine Nocken, die sich auf den Salat geben. Streuen Sie noch ein wenig Salz und Pfeffer drüber, und geben noch ein paar Spritzer Olivenöl drauf und lassen es sich schmecken.
Wildkräuter-Pesto
Wildkräuter nach Wahl und Verfügbarkeit (aber immer darauf achten, dass es nicht nur eine Sorte ist)
Gewürzkräuter
Salz, Pfeffer
Knoblauch
Olivenöl
Pinienkerne
Pecorino
Alle Zutaten in einen Mörser geben und solange mörsern, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann in ein Gläschen füllen, mit reichlich Olivenöl bedecken und im Kühlschrank bis zum Gebrauch lagern.
Wildkräuter-Quark
Wildkräuter und Gewürzkräuter nach Wahl
Quark in Bioqualität (Menge nach Bedarf)
Salz, Pfeffer
Zwiebel
Knoblauch
Kräuter waschen, verputzen wenn nötig, und fein hacken. Zusammen mit der gewürfelten Zwiebel und dem gehackten Knoblauch unter den Quark mengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Hierzu passe hervorragend ein Schuss Leinöl. Der Wildkräuterquark passe gut zu Pellkartoffeln oder auf ein frisches Brot.

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