Vielen ist das Springseil aus früheren Kindheitstagen ein Begriff. Auf dem Schulhof wurde gehüpft und gehopst was das Zeug hält. Später dann vielleicht auch in dem einen oder anderen (Kampf-)Sportverein. Aber was kam dann?

Bei meinen Personal Trainings setze ich das Springseil gerne ein – manchmal zur “Verärgerung” meiner Kunden. Aber das Training mit ihm bietet so unendlich viele Möglichkeiten eine Einheit zu bereichern, und damit die persönliche Zielsetzung. Allen voran seien hier Ausdauer und Koordination erwähnt!

Lang, lang ist es her denken sich viele meiner Kunden, die erstmalig mit dem Springseil in Kontakt kommen, und bekommen große Augen, wenn ich das Springseil aus der Tasche hervor hole. Dabei stellen Sie rasch fest, dass sich die Technik in den Jahren deutlich verändert hat. Die heutigen Springseile sind kugelgelagert und arbeiten mit leichten Griffen und dünnen Drähten, während damals gekordelte Seile mit einem Knoten am Ende, oder vielleicht sogar einem schweren Holzgriff genutzt wurden. Wie dem auch sei, gehüpft wird so oder so.

Aber wie war das noch einmal?! Schlusssprung, durchlaufen oder doch locker und lässig im Boxer-Style á la Tyson und Klitschko, oder aktuell Floyd #Mayweather und Manny #Pacquiao. Das würden die meisten gern so machen, zumindest in Ihrer Vorstellung. Jedoch stellen sie rasch fest, dass zwischen der Vorstellung und dem Tun ein himmelweiter Unterschied ist, und landen dann doch beim Schlusssprung bevor sie sich im Seil „verhedderte“. Also, fangen wir von vorne an!

Das richtige Springseil

Das derzeit beste Springseil, welches ich im Personal Training und auch für das eigene Training nutze, ist das PROspeedrope®. Und hier sind es die Versionen PROspeedrope® PRO und CF (Crossfit). Beide liegen zwischen 35 und 40,00 EUR. Sie liegen gut in der Hand, bieten durch die Kugellager leichte und schnelle Umdrehungen und haben unterschiedlich dicke, und damit schwere, Stahldrähte. Die Crossfit Version ist insgesamt etwas leichter, während die PRO Version mit einem zusätzlichen Gewicht beschwert werden kann.

Die richtige Länge einstellen

Bevor man aber so richtig durchstartet, sollte das Springseil auf die passende Länge eingestellt werden.
Stellen Sie sich dazu mit beiden Füßen mittig auf das Seil und winkeln die Arme seitlich am Körper an – achten Sie darauf, dass die Griffe dabei parallel zum Boden sind. Die „Verbindungslinie“ beider Griffe sollte ca. auf Höhe Ihres Solarplexus sein. Damit haben Sie die akkurate Länge Ihres Springseils. Kleine Abstimmungen ergeben Sie später im geübten Handling.

Das PROspeedrope® hat den Vorteil, dass mit einfachen Handgriffen die Länge verändert und angepasst werden kann. Ich lasse dabei immer ca. 5-8 cm Draht überstehen, damit ich für andere Einstellung noch etwas Spielraum habe.

Den Rhythmus finden!

Wie so heutig im Leben geht es darum den richtigen Rhythmus zu finden im später dann die Bewegung im Flow ausführen zu können.
Nehmen Sie dazu das Springseil in eine Hand (auf späterer Trainingshöhe), und schwingen es seitlich neben dem Körper, so dass das Seil mit einem wiederkehrenden Geräusch den Boden berührt. Klack, klack, klack … Das ist der Rhythmus, so gewöhnen Sie sich spielerisch daran. Gehen Sie langsam mit dem Körper mit, wippen aus der Wade hoch und runter, und kommen gern auch leicht ins Hüpfen. Fühlen Sie den Rhythmus? Versuchen Sie den richtigen Zeitpunkt für das Abspringen wahrzunehmen.

Dieses Video ist eine hilfreich Unterstützung um in die Thematik des Springseilspringens einzusteigen:

Rhythmus - locker aus dem Handgelenk

Probieren Sie diese Rhythmus-Übung auf beiden Seiten aus – kreisen Sie dabei locker aus dem Handgelenk.

Nehmen Sie nun das Springseil in beide Hände, stellen sich vor die Mitte des Seils. Gehüpft wird im Schlusssprung. Die Füße sind dicht beieinander und die Fußspitzen zeigen nach vorn. Winkeln Sie die Unterarme an, so dass die Springseilgriffe parallel zum Boden sind. Die Oberarme bewegen sich nicht, die Unterarme kaum und der Großteil der Bewegung kommt aus dem Handgelenk.

Übung macht den Meister!

Probieren Sie es einfach aus, verzweifeln aber nicht, da hier ganz klar Übung benötigt wird. Es braucht einige Trainingseinheiten bis sich ein geschmeidiger Bewegungsablauf einstellt. Aber glauben Sie mir es lohnt sich, wenn Sie Zeit und Energie in das Springseiltraining investieren. Alle meine Kunden, die damit üben spüren schnell eine Verbesserung Ihrer  Leistung, Kraftausdauer und Koordination.

Wenn das „einfach“ Schlussspringen in einen beständigen Rhythmus übergegangen ist, und Sie länger als 5-10 min am Stück hüpfen können, dann sollten Sie sich allmählich dem boxer-typischen Seilspringen zuwenden. Wechselsprünge und „rennen auf der Stelle“. Im nachfolgenden Video sehen Sie sehr schön die Darstellung des korrekten Bewegungsablaufes:

Auch ist das Training mit dem Springseil vielseitig variabel! Diejenigen, die mich kennen wissen, dass ich die Tabata-Intervalle liebe. Und was kann es besseres geben als ein Springseiltraining mit einem Tabata-Intervall zu kombinieren. Sie werden es lieben, versprochen 😉 Ein kurze und intensive Einheit die es in sich hat. Wärmen Sie sich vorher kurz auf, und legen dann mit einer anspruchsvollen Tabata-Einheit los. Ein leichtes Cool Down anschließend ist sicherlich kein Muss, aber Ihr Organismus wird sich darüber freuen.

Sie haben Fragen zum Umgang mit dem Springseil, möchten es in Ihr regelmäßiges Training implementieren, oder möchten generell einen gesunderen Lebenswandel einschlagen? Gern stehe ich Ihnen mit meinen knapp 17 Jahren Berufserfahrung als Personal Trainer und Gesundheitscoach beratend zur Seite.

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