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Vegane Ernährung während der Schwangerschaft?!

(Autor Justin Bärwaldt)

Auch die vegane Ernährung beginnt allmählich deutsche, angehende Mütter zu beschäftigen, während in den Vereinigten Staaten das Thema längst präsenter, gesellschaftlich akzeptierter und die Zahl der Schwangerschaften während vegan geführter Ernährung höher ist. Einen großen Beitrag zu dieser gesteigerten Aufmerksamkeit trägt sicherlich der Berliner „Vegan-Guru“ Attila Hildmann bei.

In Deutschland hingegen sind solche Schwangerschaften eher die Ausnahme als die Regel, vielleicht auch, weil noch viel Unwissenheit – und dadurch resultierende Angst vor Mangelernährung für das Ungeborene – herrscht.

Dieser Artikel soll Ihnen den aktuellen Wissenstand punktuell bei den wichtigsten Ernährungsstoffen während einer Schwangerschaft mitteilen, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit. Insofern ist es ratsam, sollten solche Pläne bezüglich der veganen Ernährung während der Schwangerschaft bestehen, dies unbedingt mit einem Gynäkologen zu besprechen und sich dort fachlichen beraten zu lassen.


Eiweiß
Der Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte, Christian Albring, meint, dass vegane Ernährung während der Schwangerschaft nicht unmöglich, jedoch schwierig sei. Problematisch sei insbesondere die Versorgung mit Eiweiß, da eine Mangelernährung diesbezüglich zu einer Unterentwicklung des Kindes führen könne.[1]

Je nach Körpergewicht, braucht der Körper 50-80g Eiweiß pro Tag. Ab dem vierten Monat in der Schwangerschaft, bis zu täglich zehn Gramm mehr. Werte, die in der Schwangerschaft schwer zu erreichen sind, (zum Vergleich: Eiweißgehalt von Schweinefleisch und Gouda: 28g/100g; Tofu: 8g/100g)[1]

Energiebedarf
Der Energiebedarf einer Schwangeren hingegen, kann durch vegane Lebensmittel gedeckt werden, liegt er doch bei rund „250kCal/d“[2]. Dies kann durch Lebensmittel wie „Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte erreicht werden.“[2]
Eisen
Eisenmangel gehört laut der DGE (Deutsche Ernährungsgesellschaft e.V.) „in der westlichen Welt am häufigsten auftretenden Mangelerscheinungen bei Säuglingen […]“[3]- unabhängig von veganer – oder Mischernährung. Ein solcher Mangel könne zu einer „Anämie“ und „Beeinträchtigungen im Verhalten und in der psychosmotorischen Entwicklung führen“ (vergleiche ebenda).

Ebenso ergaben Studien, dass „Schwangere im letzten Drittel der Schwangerschaft deutlicher häufiger an Eisenanämie leiden.“[2] . Es wird, um dem Vorzubeugen Vollkornbrot und Vitamin C-reiches Obst und Gemüse empfohlen.

Fettsäuren
Ungesättigte Fettsäuren können in einer veganen Nahrungsaufnahme ab und an zu kurz kommen, wobei die Aufnahme jener essentiell während der Schwangerschaft ist – fördern sie doch die Augen- und Gehirnentwicklung des Fötus. Dieser mögliche Missstand ist jedoch durch einen Teelöffel Leinöl am Tag auszugleichen.[2]

Innerhalb veganer Ernährung kommen „Langkettige N3-Fettsäuren“ wie beispielsweise Docosahexaensäure (DHA). So stellten Studien fest, dass die Muttermilch von stillenden Veganerinnen weniger als die Hälfte enthält als die von Mischköstlerinnen. Ob sich dieser Umstand negativ auf die neurologische Entwicklung des Säuglings auswirken kann ist noch nicht abschließend geklärt, empfohlen wird deshalb, N3-haltige Muttermilchersatznahrung zu verwenden.[3]

Vitamin B12
In Ermangelung der Zufuhr von dem Vitamin B12 bei veganer Ernährung ergibt sich wohl das größte Problem, da sich jenes Vitamin fast ausschließlich in tierischen Produkten findet wie Fisch und Fleisch. Eine nicht erfolgte Zuführung kann zu Störungen bei der Blutbildung, bei der körperlichen Entwicklung im Allgemeinen und irreversiblen neurologischen Schäden wie Krampfanfälle, Lethargie und Regressionen der Entwicklung führen.[3]

Fazit

Die Meinungen über vegane Ernährung während der Schwangerschaft stehen sich – vergleicht man bestimmte Quellen – diametral gegenüber. Die einen weisen zu Recht auf das erhöhte Risiko von möglichen Schäden beim späteren Geborenen hin, die anderen darauf, dass es sich lediglich um ein Risiko handele und es keineswegs eintreten müsse.

Der vorherig bereits genannte Gynäkologe Albert empfiehlt aus medizinischer Sicht, für die Dauer der Schwangerschaft zumindest Milchprodukte und Eier in den Speiseplan zu integrieren und rät, Vitamin D, Folsäure und Jod ergänzend einzunehmen, weißt aber auch auf die Gefahr hin, dass Mangelerscheinungen erst sehr spät, manchmal gar zu spät im Blutbild erkennbar sein können.[1]

Edith Gätjen, eine Dozentin an der Akademie für Säuglings- und Kinderernährung der Unabhängigen Gesundheitsberatung (UGB) meint zumindest, es sei „nicht unmöglich“ entspanne die Ernährung mit Fisch- und Fleischprodukten die Schwangerschaft deutlich.[1]

Das auch der radikale Weg gelingen kann, zeigt Carmen Hercegfi, die komplett vegan ernährt, laut Quelle [1] ihr Kind ohne Komplikationen zur Welt brachte und keinerlei Schäden am Kind ersichtlich geworden sind.

Schlussendlich bleibt der Gang zum beratenden Gynäkologen und dem Auseinandersetzen mit den Risiken unerlässlich.


[1] Levecke, Bettina: „Vegan in der Schwangerschaft – geht das?“. In: Spiegel Online. http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/vegan-und-schwanger-geht-das-a-1061129.html
Stand: 17.11.2015. Letzter Abruf: 31.01.2016

[2] Keller, Dr. Markus: „Vegetarisch-vegane Ernährung in der Schwangerschaft“. In vebu (Vegetarierbund Deutschland). https://vebu.de/themen/gesundheit/schwangere
Stand: nicht angegeben. Letzter Abruf: 31.01.2016

[3] DGE: „Vegane Ernährung: Nährstoffversorgung und Gesundheitsrisiken im Säuglings- und Kindesalter“. In DGE. https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/vegane-ernaehrung-saeugling-kindesalter/
Stand: April 2011. Letzter Abruf: 31.01.2016

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Sport trotz Schwangerschaft?

(Autor, Justin Bärwaldt)

Lange wurde das Sport treiben während der Schwangerschaft kulturell abgelehnt, heute ist bekannt, dass es viele Vorzüge bietet. Doch was verändert sich im Körper einer schwangeren Frau? Welche Sportarten eignen sich deswegen besonders gut und was hat das Wasser damit zu tun?

Zunächst einmal verändert sich, dank einer Schwangerschaft, der Körpermittelpunkt des Körpers, durch das zusätzliche Gewicht des Fötus und bewirkt dadurch bedingt eine Gewichtszunahme von 15-20% bei der werdenden Mutter. Daraus resultieren oftmals Rückenschmerzen, aber auch die Gangart kann sich zum Negativen verändern, da Schwangeren ein freies Sichtfeld bezüglich ihrer Füße verwehrt bleibt und die Sturzgefahr zunehmen lässt.
Jenem Risiko jedoch sollte durch koordinative Übungen Abhilfe geschaffen werden. Nicht nur das Gewicht und Gewichtsverlagerung sind Folgen, auch betrifft eine Schwangerschaft das Herz-Kreislauf-System und die Atmung. Des Weiteren beeinflusst sie den Glucosestoffwechsel und muskuläre Veränderungen. Die Spannung innerhalb der Muskeln nimmt zugleich ab, sprich der Muskeltonus verringert sich wodurch der Muskel weniger leistungsfähig ist, beziehungsweise das Gefühl der Ermüdung früher eintritt. Jener Spannungsverlust ist auch der Grund für eine Erweiterung der Blutgefäße, wodurch die Menge des zirkulierenden Blutes abnimmt. Proportional zur Abnahme der Blutmenge, steigt jedoch das Volumen des Blutplasmas, was zu einer Erhöhung der Herzfrequenz und einer Senkung des Blutdruckes führt. Nicht nur der Sauerstoffbedarf im Ruhezustand wird dadurch gesteigert, auch die Menge der roten Blutkörperchen vermehrt sich.

Bekannter jedoch ist die „Schwangerschaftsdiabetes“, bedingt durch eine gestiegene Insulinausschüttung des Körpers. Auch diesem kann jedoch Training problemlos entgegengewirkt werden. Wie bereits an einigen Stellen dieses Artikels sichtbar wurde, scheint Sport (auch dem Fötus) nicht unbedingt zu Schaden, sondern beinahe schon eine gewisse Notwendigkeit zu besitzen, dabei sind jedoch einige Dinge zu beachten:

–          Eine Steigerung der Körpertemperatur kann den Fötus gefährden
–          Erschütterungen können zu Traumata beim noch Ungeborenen führen
–          Sport in Rückenlage kann zu Kreislaufstörungen und damit zu Komplikationen führen
–          Pressatmung sollte wenn möglich vermieden werden
–          Im letzten Drittel der Schwangerschaft sollte der Sport sukzessive reduziert werden

Dahingehend sollte die Ausdauer während der Schwangerschaft nur im aeroben (Körper wird mit leichter bis mittleren Intensität belastet, wodurch er noch fähig ist, Sauerstoff  problemlos aufzunehmen) Bereich betrieben werden. Das Training sollte 30-60 Minuten am Tage nicht überschreiten und nicht öfter als 5 Mal die Woche betrieben werden. Zugleich ist eine ausreichende Kohlenhydrat- und Flüssigkeitszufuhr unabdingbar.

Doch welchen Sport sollten/dürfen Schwangere ausüben?

Allgemein lässt sich sagen, dass sich Sportarten, welche Körperkontakt und Sturzgefahren beinhalten, ungeeignet sind. Daraus ergeben sich die folgenden, als positiv zu bewertenden, Sportarten:

–          Wandern
–          Nordic Walking
–          Skilanglauf
–          Gymnastik
–          Moderates (!) Krafttraining
–          Joggen
–          Radfahren (in der Ebene)
–          Schwimmen

Der letzte Punkt, Schwimmen, besitzt gegenüber den anderen jedoch ein Alleinstellungsmerkmal.  Wasser führt dazu, dass der Mensch lediglich ein Zehntel seines Körpergewichts bewegen muss, was gelenkschonend und entspannend ist. Auch hilft es bei der Temperierung des Körpers und eine Überhitzung des Fötus beinahe unmöglich macht.

Dennoch sollten im Allgemeinen das sportliche Aktivitäten während einer Schwangerschaft immer mit einen begleitenden Arzt abgesprochen werden.

Und ein ganz wichtiger Punkt sei noch erwähnt, neben allen Empfehlungen und Ratschlägen ist das Wichtigste auf Seinen Körper und Sein Wohlbefinden zu achten und zu hören!

Sie planen eine Schwangerschaft oder sind mittendrinnen und möchten dennoch an einer stabilen Gesundheit und Ihrem körperlichen Wohlbefinden arbeiten? Gern stehe ich Ihnen hierbei mit meiner jahrelangen Erfahrung rat gebend zur Seite.

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Sport in der Schwangerschaft

Moderat bewegen

US-amerikanische Wissenschaftler belegen in einer Studie, dass die früheren Empfehlungen zur sportlichen Zurückhaltung während der Schwangerschaft falsch sind.

Voraussetzung hierfür ist, dass die Mütter gesund sind, dann könne sie moderaten Sport treiben. Die angemessene Bewegung schadet dem ungeboren Kind nicht und sorgt bei der werdenden Mutter für ein größeres Wohlbefinden.

Dies bestätigt auch die DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin). Gemessen wurde bei der US-Studie der Blutfluss in der Nabelschnur des Ungeborenen, mittels Doppler-Ultraschall.

Einzig sollten die werdenden Mütter darauf achten, dass die ausgeführte Sportart ohne Verletzungsgefahr ist.

Lassen Sie sich professionell während und nach der Schwangerschaft betreuen.

Torsten Fleischer | Personal Trainer Berlin
tf | personal training & gesundheitscoaching

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