13 Anregungen, die wir uns von mental starken Menschen aneignen können um selber gestärkt durch unser Lebene zu gehen.
Knapp 18 Jahre arbeite ich intensiv mit Menschen zusammen. Menschen, die bereit sind Dinge in die Hand zu nehmen, um voranzukommen und sich zu entwickeln. Fast zwei Jahrzehnte in denen ich beobachten und lernen konnte, wie sich mental starke Menschen von anderen unterscheiden.

Es gibt Menschen die beim kleinsten Windstoß ins Wanken geraten, während es bei anderen noch so stürmen kann, und sie nichts aus ihrer inneren Balance bringt.

Personal Trainer Berlin | Torsten Fleischer | mental starken Menschen

Was vermeiden mental starke Menschen

Woher kommt dieses „Bei sich sein“, und was unterscheidet diese Menschen von anderen.

Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich hierzu noch zwei Beispiele erwähnen, die mich persönlich sehr beeindrucken.
Das ist zum einen Alice Herz-Sommer, eine der ältesten (110 J.) Holocaust-Überlebenden, und zum anderen Amy Morin, sie verlor innerhalb kürzester Zeit drei geliebte Menschen.
Wer Alice Herz-Sommer kennt, der verbindet mit Ihr den Satz „life ist beautiful“. Dies aus dem Mund eines Menschen, der kaum Schlimmeres erlebt haben könnte. Aber sie wiederholt es immer wieder: „life ist beautiful“ und „everything is a present“. Die Worte sind so ehrlich, so wahr, sie kommen von Herzen und scheinen Quell ihrer Kraft, ihrer Stärke zu sein.

Amy Morin erlitt ebenfalls schwere Schicksalsschläge. Innerhalb von 3 Jahren verstarben Mutter, Ehemann und dann auch noch der geliebter Stiefvater. Verständlicherweise könnte das einen Menschen hart zu Boden werfen – nicht so Amy. Die junge Psychotherapeutin und klinische Sozialpädagogin schrieb sich, in dieser Phase, selber einen Brief. Ein Brief der sie daran erinnern sollte, stark sein zu wollen, nicht aufzugeben. Dieser persönliche Brief enthielt eine Liste von 13 Dingen, die mental starke Menschen meiden. Denn diese Dinge ziehen einen in schweren Zeiten nur noch schwerer herunter.

Aus diesem Brief entstanden erst ein Blog, und später ein Buch, welches in über 20 Sprachen übersetzt wurde. Inspiriert dadurch der heutige Beitrag.

Was unterscheidet nun Menschen, denen es gelingt die Schläge des Schicksals auszuhalten von jenen, die dadurch auf die Bretter geschickt werden?

Personal Trainer Berlin | Torsten Fleischer | mental starke Menschen

Grundlegend kann man dazu sagen, dass sie andere Gewohnheitsmuster haben, und auch einen anderen Zugang zu Ihren Gedanken und Gefühlen.

1. keine Zeit für Selbstmitleid

Kennen Sie den Unterschied zwischen Selbstmitgefühl und Selbstmitleid!? Das eine lässt uns wachsen, dass andere zieht uns gnadenlos herunter.
Selbstmitgefühl ist die feine Art der Fürsorge und Eigenheilung, wenn nötig. Es lässt uns an den Erfahrungen wachsen, lernen, und auch Dankbarkeit dafür empfinden.
Selbstmitleid hingegen der direkte Weg in die „Jammer“-Sackgasse. „Warum ich“, „mir geht es so schlecht“ hallt es aus allen Ecken. Weder Selbstverantwortung, noch die nötige Akzeptanz dafür, dass das Leben nicht immer fair ist. Mit diesem Verhalten machen wir uns selber zu Zwergen.

„Aufstehen, Staub abklopfen und Krönchen richten und weiter geht es“, oder „Oh Gott, wie schlecht wir mir, erging es noch keinem.“

2. übernehmen Verantwortung

Mental starke Menschen behalten die Macht über das, was passiert. Sie übernehmen Verantwortung, und machen nicht ihr Umfeld dafür verantwortlich. Weder in negativen noch in positiven Situationen

Sie behalten stets die Macht bei sich – denn dort gehört sie hin! Dann gehört sie uns! Sie reagieren nicht, sie agieren!

3. scheuen keine Veränderung

Nichts ist so sicher wie die Veränderung. Tag täglich wirkt sie auf unser Leben ein. Wir können uns ihrer nicht entziehen. Derjenige, der sich ihrer verwehrt und ständig hadert, der führt einen ausweglosen, kräftezehrenden Kampf.

Der mental starke Mensch empfängt sie neugierig, mit offenen Armen für das was da kommen mag.

4. keine Energie für Dinge außerhalb eigener Kontrolle

Sicherlich können wir uns über den schleppenden Verkehr, den Regen oder Menschen, die sich anders verhalten als wir es erwarten, aufregen. Aber ändert es etwas an der Situation in der wir uns in diesem Moment befinden, oder verschwenden wir hier nur unsere Energie!? Akzeptanz hingegen vergiftet uns nicht, lässt uns frei sein im Moment.

5. wollen es nicht allen recht machen

Es ist nicht das Ziel des Lebens, dass wir von allen gemocht werden, das uns jeder lieb hat und alles in Harmonie verläuft. Sicherlich gibt es viele Menschen, denen das lieb wäre, aber so ist es nicht. Vielen Menschen sind wir egal, „tangieren den Zug ihres Lebens“ kaum, wenn überhaupt. Und solchen Menschen wollen wir es recht machen. Wohl kaum. So jemanden beeindrucken zu wollen bindet unnötig Ressourcen, und hat wenig Aussicht auf Erfolg. Warum also Energie verschwenden. Aber auch das Gegenteil, jedem weismachen zu wollen wie unabhängig man doch sei, bringt gleiches hervor.

Mental starken Menschen gelingt es, sich authentisch zu verhalten – sie geben sich so, wie sie wirklich sind. Können mit Kritik gut umgehen, gehen mal voran, haben aber auch kein Problem sich im geeigneten Moment zurückzunehmen.

6. kalkulierte Risiken scheuen sie nicht

Sie sind sich Ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen bewusst, deshalb ist ein Sprung vom Dach ausgeschlossen, da sie keine Flügel haben. Jedoch sind die kalkulierten Risiken, die über die sie im Vorfeld nachgedacht haben, das Potenzial für eine lohnende Veränderung. Sie denken im Vorfeld darüber nach, was das Schlimmste ist, was passieren kann. Überwiegt das Positive, wird das Risiko eingegangen

7. die Vergangenheit lässt sich nicht ändern

Keine Frage, es ist wichtig die eigene Geschichte zu kennen, denn sie ist unweigerlich mit uns verwoben, und hat uns zu dem gemacht was wir sind. Dennoch ist es wichtig, dass wir uns nicht im Gestern verlieren, sondern das Hier und Jetzt leben. Hier ist unsere Energie am sinnvollsten aufgehoben, wird am ehesten gebraucht. „Hier“ und „Jetzt“ sind die einzigen Orte, an denen wir glücklich sein, handeln und entscheiden, aber auch verzeihen können.

8. wiederholen ihre Fehler nicht ständig

Fehler sind Erfahrungen auf dem Weg der Veränderung. Dafür sind sie wichtig. Wir sollen aus ihnen lernen und daran wachsen. Mit einer entsprechenden Einstellung kann ich auch genau diesen Nutzen daraus ziehen. Diese Erkenntnis setzt jedoch heraus, dass ich mir ihrer bewusst bin, und für das nächste Mal eine Ableitung daraus bilden kann.

Also, der mental starke Mensch nimmt Fehler als eine positive Erfahrung an, aber auch nur, weil er aus ihnen für die Zukunft lernt.

9. neiden anderen nicht deren Erfolg

Bei über 7 Mrd. Menschen ist es wahrscheinlich, dass es viele gibt, die genau das haben und besitzen, was wir uns sehnlichst wünschen. Nun kann man sich darüber grämen, und vor Neid und Missgunst seine Energie verschleudern, oder aber man packt es an, krempelt die Ärmel hoch und legt los. Denn unsere Träume lassen sich nur durch Taten verwirklichen.

10. geben nicht gleich auf

Jeder Versuch bringt uns näher ans Ziel. Es ist immer wieder spannend zu beobachten, wie selbstverständlich Kinder neues ausprobieren. Anders als Erwachsene denken sie über das was sie da tun nicht nach – sie machen es einfach. Erst das erwachsene Gehirn reflektiert, wägt ab und entscheidet. Je niedriger die Frustrationsschwelle desto schneller geben wir auf. Leider wir hier oft bei den Kleinen der Grundstein für dieses geringe Selbstvertrauen gelegt. Sätze wie „das schaffst Du nicht“, „nimm Dir nicht so viel vor“ und ähnliches bremsen den unermüdlichen Entdeckerdrang eigener Fähigkeiten massiv aus.

Mental starke Menschen hingegen lassen sich von Rückschlägen nicht ausbremsen. Thomas Edinson hat einmal gesagt, dass er nun 10000 Möglichkeiten kennt, wie etwas nicht funktioniert.

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11. fürchten die Einsamkeit nicht

In der Einsamkeit und Stille können wir unsere innere Stimme am besten lauschen. Nur ohne Ablenkung gelingt es uns im inneren zu finden, was wir außerhalb suchen: tiefe innere Zufriedenheit durch Glück und Freundschaft mit uns selbst. Charlie Chaplin nannte dies in der Rede zu seinem 70. Geburtstag „Selbstliebe“. Wenn uns dieser Schritt gelungen ist, dann haben wir uns von der Abhängigkeit und gleichgültigen Zielen anderer befreit.

12. glauben nicht, die Welt würde ihnen etwas schulden

Viele gehen davon aus, dass das Leben so laufen muss, dass sich all ihre Erwartungen erfüllen. Aber sind wir einmal ehrlich, die Welt schuldet und „nada, nichts!“ Eher ist es unsere Aufgabe die Puzzleteile des Lebens aus dem Chaos herauszufinden und für uns zu einem Ganzen zusammen zusetzen. Es liegt ganz allein in unserer Verantwortung aus der uns geschenkten Zeit das Beste zu machen.

13. erwarten keine sofortigen Erfolge

Geduld ist eine Tugend uns das Leben lehrt uns, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Alles, wofür es sich zu kämpfen lohnt, braucht Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen – das ist es aber auch wert. Die Abkürzungen, die sich uns rechts und links anbieten, erweisen sich oft als Sackgassen und Einbahnstraßen in die falschen Richtungen. Beharrlich in der Mitte bleiben, Tag für Tag und und Schritt um Schritt kommen wir unserem Ziel näher. Sicherlich braucht es dafür viel innere Stärke, aber wir wachsen daran ungemein.

Die Natur lehrt uns „Steter Tropfen höhlt den Stein!“

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Zum Ende hin, möchte ich Ihnen noch zwei Gedanken mit auf den Weg geben. Einen davon habe ich durch die Zusammenarbeit mit meinen Kunden immerwieder erleben können. Mental starke Menschen, und das ist vielleicht der 14. Punkt dieser Liste, schämen sich nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Gegenteil, sie gehen mit sich und ihren Ressourcen sehr verantwortungsvoll um. Zum einen ist ihnen bewusst, dass man nicht alles können kann und muss, und zum anderen holen sie sich die Unterstützung die notwendig ist, um ihre Ziele zu erreichen.

Zu guter Letzt, einen Satz den ich meinen Kunden stets sehr ans Herz lege:

“Stress ist das, was wir daraus machen!” Sicherlich können wir die Dinge, die auf uns einwirken nicht immer beinflussen, wie wir auf sie reagieren und damit umgehen hingegen liegt einzig in unserer Hand!

Machen Sie das Beste daraus!

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