Ein Handschlag. Eine nette Begrüßung. Torsten fragt, wie es mir gehe.

Wir befinden uns am Trimm-Dich-Pfad, einem Trainingsplatz, welcher inmitten eines Waldes, nahe der Autobahnauffahrt „Hüttenweg“, liegt.

Während wir den rund dreiminütigen Fußweg zum Trimm-Dich-Pfad zurücklegen, zeigt Torsten schon eine seiner vielfältig veranlagten Fähigkeiten. Schon vor Beginn des eigentlichen Trainings, informiert er sich über meinen geistigen wie körperlichen Zustand. Mit jedem Mal, mit dem ich diesen inneren Dialog führe, lerne ich „in mich hinein zu fühlen“ und die Faktoren zu erforschen, welche für meinen aktuellen Zustand ausschlaggebend sind. Es ist eine Befragung, welche zwei positive Ergebnisse erreichen: Zum einen erfährt Torsten so mehr über seine „Schützlinge“ und kann das Training gegebenenfalls auf ihn und seine Gemütslage anpassen, zum anderen steigt bei dem „Schützling“ die Lust auf das Training.

Nachdem wir den rechten Weg eingeschlagen haben, werden die Übungsgeräte sichtbar. Es ist ein Trainingsplatz, an welchem die Übungsgeräte vorwiegend aus Holz bestehen. Einzige Ausnahme sind die Reckstangen aus Metall.

Ich mache mich warm mit einem dicken Tau, an welchem ich diverse Aufwärmübungen für die Schultern und Arme mache, zugleich bringt es den Kreislauf und damit die Blutzirkulation in den Schwung. Anschließend wartet  ein Zirkeltraining, bestehend aus drei Übungen und fünf Durchgängen auf mich. Jede der drei Übungen spricht einen separaten Bereich an, so sind nach Beendigung des Zirkeltrainings alle Bereiche, alle Fasern des Körpers, erwärmt.

Der nächste Trainingsabschnitt zeigt, was Torsten zu einem solch außergewöhnlichen Personal-Trainer macht: Torsten gibt mir fünf Übungen vor, sowie deren Wiederholungen, die am Ende des Trainings geschafft sein sollen. Die Einteilung, überlässt er mir.

Er verwebt damit geschickt die Selbstständigkeit des Schützlings, zugleich transportiert er damit unterbewusst einen seiner vielen philosophischen Ansätze:

Der Schüler solle lernen, sich seine Energie, seine Kraft so einzuteilen, dass er am Ende das erwünschte Ergebnis, die Zielsetzung erreicht.

Während ich mich an den Übungen körperlich auspowere, vergisst er nicht, mich nach meinem Befinden zu fragen und den einen oder anderen Scherz einzuflechten, was eine sehr angenehme, lockere und wohltuende Atmosphäre schafft, die aber jederzeit fokussiert und zielorientiert ist.

Dass die meisten Übungen, die Torsten mich machen lässt einen positiven Nebeneffekt haben und Torsten bewusst auf diese setzt, zeigt die folgende:

Ich springe wiederholt mit Wechselsprüngen über einen Baumstamm. Diese vermeintlich banale Übung, trainiert die Waden und Oberschenkelmuskulatur. Zugleich, und hier kommt der springende Punkt, trainiert sie meine  Koordination, die ich für mein Tennisspiel benötige.

Torsten, fokussiert das Training eben nicht nur auf einen Bereich, nein, er schafft es bravourös viele Bereiche innerhalb einer Trainingseinheit abzudecken.

Nachdem wir uns verabschiedet haben, fallen mir ein paar Dinge an mir auf, die symptomatisch für Torstens Trainingsansätze sind:

  • Ich kann die „Folgen“ des anstrengenden Trainings immer noch spüren
  • Ich finde es schade, dass das Training bereits vorbei ist

Und das wohl wichtigste:

Ich bin mit mir und meiner heutigen Leistung sehr zufrieden.

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