(Justin Bärwaldt)
Die Strategie oder 10 Tipps
Wie bereits in Teil 1 dieser Serie angemerkt ist die richtige Strategie oftmals der Weg zum Erfolg.

Damit Sie sich von einigen Lastern trennen können und/oder positive Gewohnheiten in Ihren Tagesablauf integrieren können, gebe ich Ihnen eine Strategie, beziehungsweise 10 Tipps, an die Hand, damit Ihnen das leichter gelingt:

Tipp 1: Das „Warum“ ist wichtig!
Beantworten Sie für sich die Frage: „Warum möchte ich mir diese Gewohnheit ab-/antrainieren?“

Denn je größer unser „Warum“ wird, sprich die Gründe, weshalb wir etwas verändern wollen, desto leichter fällt es uns diese Veränderung tatsächlich herbeizuführen.

Ein Beispiel aus dem Alltag:

Ein langjähriger Raucher hat schon des Öfteren versucht, sich das Rauchen abzugewöhnen, auch um der eigenen Gesundheit willen. Geschafft hat er aber erst, als er Nachwuchs bekam. Er hörte auf, um die Gesundheit seines Nachwuchses nicht zu gefährden.

Sein „Warum“ wurde größer.

Werden auch Sie sich Ihres „Warums“ bewusst und lassen Sie es wachsen.

Tipp 2: Ein Schritt nach dem Anderen
Gehen Sie immer nur eine Veränderung auf einmal an. So können Sie sich ganz auf diese Veränderung konzentrieren und viel energiesparender und effizienter verändern.
Tipp 3: Ziel 30 Tage - dann entscheiden
30 Tage sind ein absehbarer Zeitraum und bezüglich (fast) jeglicher Veränderung gut praktikabel. Zudem hat diese Zeitspanne den Vorteil, dass die neu erworbene Gewohnheit noch nicht allzu sehr verankert ist, weshalb das Abkommen von jener schnell erfolgen kann, wenn die neue Gewohnheit nicht den erhofften positiven Effekt bewirkt.
Tipp 4: Täglich Üben
Versuchen Sie die neue Gewohnheit 30 Tage lang täglich zu praktizieren. Sollten Sie nach vier Tagen das Gefühl haben, es reiche auch, wenn Sie übermorgen weitermachten, sei Ihnen geraten diesem Gefühl nicht nachzugeben, denn:

Durch das tägliche Praktizieren stellt sich die Routine schneller ein und die Maxime „Alles oder Nichts“ erleichtert dieses Einstellen ebenfalls.

Viel schwieriger ist es die Motivation wieder aufzubringen, nach einer längeren Pause, wieder anzufangen.

Sollten Sie die 30 Tage erfolgreich absolviert haben, können Sie beruhigt einige Tage zwischen der Praktizierung verstreichen lassen.

Tipp 5: Fangen Sie klein an
Nehmen Sie sich für die ersten Monate kleinere Veränderungen vor. Es sollten welche sein, die sie nicht gleich allzu sehr herausfordern. So erreichen schneller und einfacher positive Ergebnisse und gegebenenfalls Selbstvertrauen, um später und mit ein bisschen Erfahrung die wirklichen Laster, welche Sie tagtäglich tangieren anzugehen.
Tipp 6: die Veränderung genießen
Versuches Sie die Veränderung zu genießen. So haben wir mehr Energie zu Verfügung um sie anzugehen und es fällt uns viel einfacher. Sie sollten versuchen, sich nicht zu quälen, ist dadurch doch die Gefahr der Frustration und des Abbruchs ungleich höher.
Tipp 7: Legen Sie den Auslösereiz und den Rahmen fest
Wie bereits in Teil 1 festgestellt bestehen unsere Gewohnheiten aus drei Phasen:

  1. Auslösreiz
  2. Routine
  3. Belohnung

Damit uns das Ausmerzen einer Routine leichter fällt, ersetzen Sie nur die Routine. Wenn Sie sich zum Beispiel jedes Mal eine Zigarette anzünden, sobald ihre Kollegen selbiges tun (Auslösereiz), um sich zu ihnen gesellen zu können (Routine), und anschließend die Belohnung des Gehirns erhalten, versuchen Sie doch einmal nun bei gleichem Auslösereiz (Kollege raucht) in einen Apfel zu beißen (neue Routine) und schauen wie es mit der Belohnung des Gehirns aussieht.

Wichtig dabei ist, dass Sie verstehen wie die Belohnung des Gehirns aussieht und ihre neue Routine dementsprechend anpassen. Rauche ich nur der Gesellschaft wegen? Oder weil mir die Zigarette so gut schmeckt?

Tipp 8: Der Erfolg liegt im Detail
Definieren Sie Ihr Ziel eindeutig. Was bedeutet, „ich möchte weniger naschen?“ Oder mehr Sport machen. Nur so können wir Erfolgserlebnisse verbuchen. Außerdem hilfreich:

Bereiten Sie sich vor, sprich entfernen Sie alles Süße aus Ihrem Schrank (um in dem gewählten Beispiel zu bleiben), um der Verlockung leichter widerstehen zu können.

Tipp 9: Visualisieren Sie Ihre Erfolge
Schreiben Sie Tagebuch über Ihren Veränderungsprozess. Kaufen Sie sich einen Kalender, wo sie Tag für Tag abstreichen können, wenn sie einen erfolgreich absolviert haben.

Schaffen Sie etwas, was Sie mit der Veränderung verbinden, das Ihre Erfolge sichtbar macht und gegebenenfalls als Mahnmal und/oder Denkmal fungiert.

Tipp 10: Lernen Sie
Sie haben es nicht geschafft? Dann ziehen Sie daraus Ihre lehren? War die Herausforderung zu Beginn vielleicht zu groß? Dann fangen Sie kleiner an (siehe Tipp 5), usw.

Generell gilt: Hinfallen, aufstehen, Staub abklopfen, neu versuchen (vielleicht auf eine etwas andere Art und Weise).

Gern unterstütze ich Sie bei Ihren Veränderungsprozessen mit meinen mehr als 16 Jahren Erfahrung als Gesundheitscoach.

 


Die Serie im Überblick:
Die Macht der Gewohnheiten Teil 2
Die Macht der Gewohnheiten Teil 3

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