(Justin Bärwaldt)

Das intermittierende Fasten ist eine Form der Ernährung, bei der sich Fasten- und Ernährungszeiten, wie der Name bereits erahnen lässt (intermittere, lat. = unterbrochen), in regelmäßigen Abständen abwechseln.

Der große Unterschied zu der normalen Ernährung, falls Sie bereits im Inbegriff waren zu argumentieren, Ihr normaler Tagesablauf bestehe ebenfalls aus Fastenzeiten zwischen den Mahlzeiten, sind die Abstände bis zu den jeweiligen Nahrungsaufnahmen sowie die Nahrung, welcher hierbei eine entscheidende Rolle zuteil wird.

Das intermittierende Fasten fußt, ähnlich wie die Paleo-Ernährung, auf der Zeit, in welcher Jäger und Sammler die Erde bevölkerten. Zu jener Zeit war es unseren Ahnen nicht möglich, zu jeder Tages- und Nachtzeit Nahrung zur Verfügung zu haben – anders als in der heutigen.

Unsere Vorfahren mussten gegebenenfalls Tage ohne Nahrungs- und damit zugleich ohne Energiezufuhr auskommen und dennoch genügend Kraft aufwenden um sich Nahrung zu beschaffen.

Warum sollte ich solche Fastenzeiten in meine Ernährung mit einbinden?

Die Resultate von Experimenten an Mäusen klingend diesbezüglich vielversprechend.

Die getesteten Mäuse erwiesen sich als signifikant widerstandsfähiger als ihre Artgenossen, ihr Insulin- und Glucosespiegel, sowie der Blutdruck hatten sich gesenkt, als auch die Neuronen im Gehirn waren Leistungsfähiger.

Sogar Mäuse, welche an Alzheimer erkrankt waren wiesen erhöhte kognitive Fähigkeiten auf, als ihre normal ernährten und ebenfalls betroffenen Artgenossen.

Bislang gibt es jedoch keine gesicherten Langzeitstudien am Menschen, leidglich auf die Testergebnisse von Blutproben welche praktizierenden Muslimen vor und nach dem Ramadan (eine Form des intermittierenden Fastens) entnommen wurden, kann an dieser Stelle verwiesen werden, die eine Zunahme der HDL- („gutes Cholesterin“) und eine Abnahme der LDL-Werte („schlechtes Cholesterin“) ersichtlich machen.

Als gesichert gilt jedoch, dass der große Fastenzeitraum (zwischen 8-24 Stunden) für eine verbesserte Reparatur geschädigter Zellen, Entschleunigung des Zellzyklus (gleichbedeutend mit einer steigenden Lebenserwartung), die Senkung des Insulinwertes und die Bildung von antioxidativen Enzymen (schützen vor Stress) sorgt. Vermutung zufolge, da der Körper während der „nahrungsfreien Zeit“ für solche Belange Zeit hat. Dieses Phänomen nennt man Autophagie

8-24 Stunden nichts essen? Hat das keine negativen Folgen?

Hier ist Obacht geboten. Eine solche Umstellung der Ernährung kann durchaus negative Folgen, wie ein erhöhtes Stressgefühl beinhalten. Besonders Personen, die unter chronischem Stress leiden, Mütter die gerade entbunden haben, Schwangere und auch Kinder sollten lieber von dieser Methode der gesunden Ernährung absehen. Auch Krankheiten wie Bulimie können dadurch verstärkt werden.

Alle anderen jedoch sollten jene Form getrost einmal ausprobieren. Angeraten sei, einen leichten Einstieg zu wählen, bei dem die Fastenperioden sukzessive gesteigert werden.

Gewählt kann dabei zwischen einem wöchentlichen und täglichem Rhythmus.

Beim wöchentlichen Rhythmus wird beispielsweise am Montag und Donnerstag gefastet, beim täglichen gibt es Mahlzeiten um 9 und dann um 17 Uhr. Während der Fastenzeit ist es unabdingbar den Flüssigkeitshaushalt durch Wasser und/oder ungesüßtem Tee aufrecht zu erhalten.

Auch wenn der Körper anfangs vielleicht mit Schwindel oder einem ausgeprägten Hungergefühl reagieren sollte, liegt das an einem abfallenden Blutzuckerspiegel oder gar psychischer Natur und nicht an nicht ausreichend vorhandener Energiezufuhr. Nach erfolgreicher Umstellung mit einhergehender Gewöhnung sollten jene Symptome jedoch verschwinden.

Das Ausprobieren sollte sich jedoch lohnen, vor allem mit Torstens vorzüglicher Beratung, hin zu einer energiereichen und gesunden Ernährung.

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