Wenn unser Organismus über eine gesunde Darmflora verfügt, besitzen wir eine stabile körpereigene Abwehr, und können Angreifer gekonnt abwehren.

Im Umkehrschluss ist unsere Abwehrkraft geschwächt, wenn sich die Darmflora in einem desolaten Zustand befindet. Es kommt zu einer bakteriellen Fehlbesiedlung mit gesundheitsschädigender  Wirkung. Demnach sollten wir in regelmäßigen Abständen eine Pflege der Darmflora anstreben, damit sich der Darm erholen und mit „guten“ Bakterien besiedeln kann.

Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ist hier ein kritischer Blick auf die Lebensumstände hilfreich und sinnvoll. Viele Faktoren, ob wir sie nun bewusst oder unbewusst wahrnehmen und verarbeiten, haben einen Einfluss auf unser Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und vorallem auf unsere Gesundheit.


Passend zum Thema “Bauchgefühl” ein sehr interessanter Beitrag meines geschätzen Kollegen Timo Bartel, aus dem PREMIUM PERSONSL TRAINER CLUB:

Unser Verdauungssystem bestimmt mit darüber, ob wir uns gut oder schlecht fühlen. Verantwortlich dafür sind das Nervengeflecht in und um unseren Darm und seine Verbindungen zum Gehirn. Die klinische Psychoneuroimmunologie macht sich das Wissen um diese Signalpfade zu Nutze, wenn es um die Unterstützung und Behandlung von z.B. seelischen Belastungen oder Verdauungsbeschwerden geht.

Aus der Körpermitte – der Zusammenhang von Bauch, Verdauung und Emotionen


Die Darmflora und Ihre Aufgaben

Ca. 400 verschiedene Bakterienstämme koexistieren auf 180 bis 300qm Darm. Man geht von Billionen von Bakterien aus, die in enger Symbiose mit uns leben, und tagtäglich wertvolle Dienste im Sinne unserer Gesundheit leisten. Die Anzahl der Darmbakterien übertrifft die der körpereigenen Zellen im ein Vielfaches.

  • Abwehr krankheitserregender Keime

  • beteiligt an Verstoffwechslung der Nahrung, und somit mit verantwortlich für eine optimale Nährstoffverwertung

  • bildet einige Fettsäuren (werden von Darmschleimhautzellen als Energielieferant genutzt) und Vitamine

  • „gute“ Darmbakterien hilfreich bei Durchfall und Verstopfung

  • kann Cholesterinspiegel senken

  • die gesunde Darmflora kann bei Frühgeborenen Allergien und Infektionen vorbeugen und lindern

  • gute Darmbakterien gelten als hilfreiche Maßnahme bei Neurodermitis

  • eine gesunde Darmflora sollte Ziel einer jeden erfolgreichen Therapiemaßnahme sein

  • bei Verdauungsproblemen ist die Herstellung einer gesunden Darmflora primäres Ziel

  • ferner ist bekannt, dass die gesunden Darmbakterien einen positiven Einfluss auf den Heilungsverlauf bei H-N-O-Infektionen haben

Das körperliche Abwehrsystem ist stark vernetzt

Gerne wird gesagt, dass eine Kette nur so stark ist, wie ihr schwächstes Glied. Dies kann man ebenso auf das körperl. Abwehrsystem übertragen. Unsere Abwehr kann nur dann effizient arbeiten, wenn sich unsere Darmflora in einem einwandfreien Zustand befindt. Warum ist das so? Ein Großteil unseres Immunsystems ist in Teilen des Darms angesiedelt, und steht in direkter Kommunikation mit dem kompletten Abwehrsystem. Man kann sagen, dass im Darm ein wesentlicher Teil Schulung unsers Immunsystems stattfindet.

Die Abwehrzellen des Darms kommen in der Regel zuerst mit fremden und potentiell gefährdenden Stoffen in Kontakt, und entwickeln daraus Abwehrstrategien, die dann als essentielle Information an das restliche Immunsystem weitergegeben werden.
In den Lymphknoten findet dann ggfls. die Produktion von Antikörpern und Lymphozyten statt, um dann im Falle einer Bedrohung aktiv werden zu können.

Nun verstehen Sie sicherlich, warum es von immenser Wichtigkeit ist, dass der Darm als erstes Bollwerk vor potentiellen Angreifern tadellos funktionieren muss, und wir unseren Teil dazu beitragen sollten, dass er seiner Aufgabe im Sinne unserer Gesundheit nachgehen kann.

Die optimale Körperhygiene schließt die Darmflora mit ein!

Es gilt also nicht nur unsere Energie in die Pflege von schönen Haaren, einer geschmeidigen Haut, gepflegten Nägel und weißen Zähnen zu investieren, sondern sich auch intensiv mit der Pflege der Darmflora zu auseinander zu setzen. Sind wir also in Balance mit unserer Darmflora und tuen das uns Mögliche, so sorgen wir maßgeblich dafür, dass unser Körper vor schädlichen Angreifern und deren Folgen geschützt wird.

An dieser Stelle möchte ich gerne nochmals auf die Wichtigkeit der regelmäßigen Darmsanierung hinweisen! Weitere Informationen finden Sie hier:

  • Darmsanierung in 3 Schritten

Wie die Darmflora Ihre Gesundheit beeinflusst!

Immunsystem

Die gesunde Darmflora stellt einen wirksamen Schutz gegen eindringende Keime dar, und stärkt somit direkt das Immunsystem.

Vitamine

Bestimmte (gute) Darmbakterien übernehmen bei der Aufnahme von Vitaminen (B, K) und Mikronährstoffen (Calcium, Eisen) eine tragende Funktion.

Stoffwechsel

Innerhalb einer gesunden Darmflora erlauben uns die (guten) Darmbakterien eine effiziente Verwertung der aufgenommenen Nährstoffe, auch solcher die für uns normalerweise schwer oder gar nicht verdaulich wären.

Übergewicht

In einer Studie von 2009 konnte belegt werden, dass sich die Darmbakterien übergewichtiger Menschen stark von denen Normalgewichtiger unterschieden.

Entzündung

Eine nicht intakte Darmflora hat einen signifikanten Einfluss auf (chronische) Entzündungen und daraus resultierende Erkrankungen.

Gehirn

Neueste Forschungen ergründen mögliche kritische Zusammenhänge von einer defekter Darmflora und Krankheitsbildern wie Depression, Autismus und Angstzuständen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Verhalten und Stimmung direkte Einflusse auf unsere Darmflora, und umgekehrt, haben.

(Darm)Funktionsbelastung durch Medikamente

Nicht unerwähnt darf hier die Belastung des Darms durch diverse medikamentöse Therapien bleiben, die teils aus keiner echten Notwendigkeit heraus geschehen.
Allen voran seien hier die Behandlungen mit Antibiotika und Cortison erwähnt. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch! Es gibt Situationen in denen es dringend erforderlich ist, dass ein zielgerichtetes Antibiotikum verabreicht wird. Leider ist es oftmals so, dass im Vorfeld nicht genau eruiert wird welche exakte medizinische Indikation vorliegt, und da wird dann eben mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Kennen Sie die genaue Übersetzung von Antibiotika? Nicht! Dann passen Sie einmal auf! Antibiotika von griech. ἀντί- anti- „gegen“ und βίος bios „Leben“ – Sie lesen richtig! Ein Medikament, dass sich gegen Leben richtet. Eingesetzt wird es, um schädliche Bakterien im Körper unschädlich zu machen. Dazu sollte der Mediziner nur genauestens wissen, welches Bakterium im Organismus vorliegt. Dies wird jedoch in den selten untersucht, so dass mit einem Breitband-Antibiotikum gearbeitet wird. Das „rafft“ dann leider auch einen wesentlichen Teil der guten Darmbakterien hin, und die Darmflora steht schutzlos der Bevölkerung durch schlechte Darmbakterien nahezu wehrlos gegenüber! Die körpereigene Abwehr ist demnach geschwächt.

Man könnte auch sagen, dass nach einer Antibiotika-Therapie im Organismus „Tag der offenen Tür“ für alles Schlechte (schädliche Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten) herrscht.

Mögliche Folgen liegen auf der Hand!

  • eingeschränkter Heilungsprozess
  • ständige (kleine) Infektionen durch ein geschwächtes Immunsystem
  • wichtige Immunsystemfunktionen lauf nicht oder nur ungenügend

Nutzen Sie bitte das kostenlose eBook “allergenarmen Basisernährung” und sorgen Sie so für eine stabile und nachhaltige Gesundheit.

Und bedenken Sie bitte stets:

Unsere Gesundheit liegt zu einem wesentlichen Teil in unseren Händen! Seien Sie sich dessen bewusst, lernen Sie sich (wieder) zu wertschätzen! Nehmen Sie sich Zeit für sich und Ihre Bedürfnisse, und dies regelmäßig!

Personal Trainer Berlin | Torsten Fleischer | allergenarme Basisernährung

Haben Sie Fragen?

Nehmen Sie Kontakt auf