Crossfit - was ist dran am Trend?

(Autor Justin Bärwaldt)

Entwickelt wurde das Cross-Fit, wie so vieles, in den USA. Es diente den dort ansässigen Feuerwehrmännern und Polizisten zur Vorbereitung auf körperlich anstrengende Einsätze. Nach Deutschland brachten diese neue Art des Trainings ebenfalls Feuerwehrmänner, welche in Berlin eine der ersten Cross-Fit-Sektionen Deutschlands eröffneten.

Dass sich Cross-Fit immer größerer Beliebtheit erfreut, belegen allein schon die über 2700 Einrichtungen – auch Boxen genannt – auf der Welt, die 2011 Cross-Fit anboten, wohingegen es 2005 lediglich 18 waren. Auch in der Bekleidungsindustrie findet sich dieser Hype wieder.

Wer sich schon einmal in einer solchen Cross-Fit-Box befunden hat, mag sich vielleicht gefragt haben, warum an der einen Stelle jemand mit Turnringen trainiert, an einer anderen Stelle mit Autoreifen und an wiederum an anderer Stelle mit Sandsäcken. Nun, die Antwort ist recht simpel, denn Cross-Fit vereint einzelne Fragmente, entnommen aus verschiedenen Bereichen: dem Ausdauertraining, dem Gewichtheben, dem Turnen und zu guter Letzt der Leichtathletik. Die dadurch angesprochenen Trainingsimpulse bewegen sich in den Bereichen Beweglichkeit, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance, Koordination und Genauigkeit.

Insbesondere die Kombinationen und Variationen, die das Cross-Fit bietet, fordern der Köper im höchsten Maße, und nicht selten ist die Zielsetzung einer Cross-Fit-Einheit, dass der Absolvent nach Beendigung vollkommen ausgepowert ist.

Doch wer das Cross-Fit Training mit der Zielsetzung angeht, ein Optimum an Leistung in all diesen Disziplinen zu erzielen, der wird recht schnell enttäuscht davon ablassen. Denn um dies zu erreichen, müsste jeder Bereich gesondert trainiert werden. Auch erfordert das Cross-Fit aufgrund seiner hohen Intensität und Technikfertigkeit eine gute Grundfitness, ein körperliches Verständnis und idealerweise ein betreutes Training. Zudem ist zu beachten, dass es die Fähigkeit sich auf  Trainingspausen einzulassen benötigt. Denn, nur wer sein Cross-Fit-Workout mit ausreichend Trainingspausen versieht, vermeidet Überlastungen, Überanstrengungen, Übermüdung und senkt somit gleichzeitig das Verletzungsrisiko.

WOD / Workout oft he Day

Jene Workouts – auch WOD / Workout oft he Day genannt – führen den Trainierenden rasch an seine körperlichen Grenzen und vernachlässigen dabei den Aspekt der Verbesserung der Koordination, Schnelligkeit, Ausdauer und Kraft. Diese Bereiche werden zwar auch trainiert, jedoch wäre der Trainingseffekt größer, würde man diese gesondert trainieren.

Insofern bietet sich das Cross-Fit als Grenzerfahrung an, um nach einem anstrengenden Tag ausgepowert und kraftlos, jedoch zufrieden und glücklich ins Bett zu fallen…

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