Der mit dem wilden Seil tanz

Vor vielen hunderten von Jahren, als Männer noch auf rauer See mit Ihrer Hände Arbeit, Blut und Schweiß, die Segel hissten, hat keiner geahnt, dass im 21. Jh daraus ein Sport werden kann – das “wilde” schwingen von Seilen oder Tauen.

Battle Ropes oder auch Wilde Seile genannt!

Kraft und Ausdauer, Koordination und Spaß. Mit den Battle Ropes lassen sich viele gute Eigenschaften unter einen Hut bringen. Ein Ganzkörpertraining par excellence. Über die Wellenbewegung der Seile und das entstehende Geräusch bekommt der Trainierende gleich eine Rückmeldung über die Ausführung seiner Bewegung, und kann sich selber korrigieren. Das Seil gibt sozusagen unmittelbares Feedback.

Sie Seile oder Taue gibt es in unterschiedlichen Stärken und Längen. Je nach Leistungsfähigkeit wird das Seil dicker und länger. Innerhalb meiner Personal Trainings mit meinen Klienten arbeite ich mit einem 10m langen und 40mm dicken Seil – das hat sich bis dato bewährt.

Nach einer kleinen allgemeinen Aufwärm-Einheit beginnt das eigentliche Training. Zuerst einmal die Technik.

Die Grundhaltung:

  • beide Seilenden werden umfasst
  • schulter- bis hüftbreiter Stand (bei Bedarf auch weiter auseinander), Knie dabei leicht eingebeugt
  • der Oberkörper ist aufgerichtet und die Rumpfmuskulatur angespannt
  • Haltung während der Übung stehts beibehalten (und nachkorrigieren wenn nötig)
Wichtig!
Das Seil braucht etwas “Spiel”, darf also nicht zu straff gezogen werden, damit beim Schwingen Wellen erzeugt werden können. Ein zu straff gespanntes Seil verhindert eine lockere Bewegung, und damit auch den Spaß am Training. Je lockerer das Seil, desto größer werden die Wellen und desto mehr Kraft muss aufgewendet werden.

mögliche Schwungtechniken:

wechselseitige Welle
Ist eine der beiden Grundübungen. Hierbei wird versucht die Seilenden alternierend (links/recht) in gleichmäßigen Schwüngen zu bewegen. Am Anfang sollten die Bewegungen noch klein gehalten werden. Mit zunehmendem Geschick, und beim Wunsch nach einer höheren Trainingsintensität, können die Wellen größer werden.

doppelte Welle
Die zweite der Grundübungen, bei der beide Seilenden gleichzeitig auf und ab geschwungen werden. Auch hier sollte anfänglich auf eher kleine und minimalistische Wellenbewegungen geachtet werden. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit sollten die Wellen größer werden. Dabei ist aber stets auf eine ausreichende Kontrolle in der Rumpfmuskulatur zu achten.

doppelter Überwurf
Der doppelte Überwurf erfordert schon etwas mehr Geschick, vorallem aber eine gute Rumpfstabilität, da die Bewegung aus der Körpermitter heraus entsteht. Beide Seilenden werden in einem hohen Bogen von links nach rechts geworfen.

liegende Acht
Mit beiden Seileenden, Hände sind dicht beieinander, wird eine liegende Acht beschrieben. Auch bei dieser Übung kommen Bewegung und Kraft aus der Körpermitte – also auf einen stabile Rumpfmuskulatur achten.

Kreise nach innen und aussen
Mit beiden Armen, die Bewegung kann dabei entweder aus der Schulter oder aber aus dem Unterarm erfolgen, werden Kreise nach innen oder nach aussen beschrieben. Entscheidend dabei ist eine gleichmäßige Ausführung der Bewegung.

Das Übungsrepertoire ist schier unerschöpflich, können die Basisübungen um zusätzliche Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte erweitert werden. Auch das Schwingen kniend oder im Sitzen hat seinen ganz eigenen Trainingsreiz und sollte unbedingt zum Bestandteil des Trainings werden.

Stay strong and enjoy!