In meinen vorangegangenen Beiträgen zur Wirkweise verschiedener Lebensmittel habe ich mich den Themen Schmerzhemmung und Entzündungshemmung gewidmet.

Der heutige Beitrag über die Wirkung von Nahrung befasst sich mit den antioxidativen Wirkstoffen – auch besser bekannt als Radikalfänger. Das Antioxidans verhindert dabei eine frühzeitige Oxidation einer anderen Substanz.

Freie Radikale, die auf den menschlichen Organismus, und somit auf die Gesundheit einwirken, sind in der Lage durch sogenannten oxidativen Stress Einfluss auf die menschliche Zelle zu nehmen. Gern wird hierbei auch von einer vorzeitigen „Alterung der Zelle“ gesprochen, weshalb das Antioxidans bzw. der Radikalfänger gern als Superfood zur Verjüngung tituliert wird.

Medizin und Wissenschaft sind sich hier jedoch (noch) nicht gänzlich eins darüber, in wieweit die Antioxidans wirklich wirkt und positiven Einfluss auf den Organismus, und somit die Gesundheit, hat. Mindestens jedoch wird durch solche Substanzen und deren vermeintliche Wirkung aber die Selbstheilung beeinflusst – und das ist aus meiner Sicht und Erfahrung mindestens genauso viel wert wie eine nachgewiesene Wirkung.

Vielleicht hilft hier eine Verbildlichung der beschriebenen Funktionsweise. Nehmen wir einen Apfel, oder eine Avocado zur Hand, und schneiden beide der Länge nach auf. Lassen die Schnittstellen ungeschützt einen Augenblick dem Sauerstoff ausgesetzt, so werden wir recht schnell feststellen können, wie sich die Oberfläche optisch verändert. Welchen Tipp haben wir hier jedoch von Mutter oder Großmutter bekommen? Richtig, ein wenig Zitronensaft draufgeträufelt, und schon lässt sich die unschöne Verfärbung der Schnittfläche vermeiden.
Ähnlich „arbeiten“ die freien Radikale innerhalb unseres Organismus. Dabei kann es zu Schädigungen kommen, die unsere Gesundheit stark beeinträchtigt. Beispielsweise können sie die Zellfunktion einschränken, oder auch deren Tod durch Schädigung der Zellmembran herbeiführen. Sie können DANN-Schäden bewirken, und so zu einer unkontrollierbaren Zellteilung (Krebs) beitragen. Ebenso sind sie in der Lage Enzyme zu inaktivieren, oder die Bildung körpereigener Eiweiße negativ zu beeinflussen.
Daraus können folgende Krankheitsbilder resultieren: Augenprobleme, Bluthochdruck, Demenz, Gelenkbeschwerden, Krampfadern, „müde“ Haut, und Schlaganfall.

Wie bereits oben angedeutet, sind die Fakten hier nicht gänzlich geklärt, und somit ist dies kein Heilversprechen. Aber eines steht fest, wenn wir gut mit uns umgehen, so hat dies einen Einfluss auf unsere Selbstheilung.

Nachfolgend können Sie wieder, wie gewohnt, in der Aufstellung die Lebensmitte nebst ihrer antioxidativen Wirkstoffe einsehen.

Rote Bete, Brom-, Erd-, Himbeeren, Granatapfel, rote Trauben, roter Kohl Anthocyanin
Feigen Catalase
Süßholzwurzel Glicerrhyzin
Kokosfett/Kokosmilch Laurinsäure
Tomate Lycopin
Paprika, -pulver, Meerrettich, Buchweizen Quercetine, Lycopene
Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Rucola, Meerrettich, Brunnenkresse, Porree/Lauch Senfölglycoside
Avocado Tocoferole
Karotten, Mango Vitamin A (Beta-Karotin)
Zitrusfrüchte, Granatapfel, Beerenfrüchte Vitamin C,
Walnüsse, Pistazien, Mandeln Vitamin E, Folsäure
Aus meiner langjährigen Kochpraxis heraus kann ich sagen, dass die Lebensmittel unsere Küche, und die meiner Kunden positiv bereichert hat.

Unsere Nahrungsmittel sollten unsere Heilmittel, unsere Heilmittel sollten unsere Nahrungsmittel sein. (Hippokrates)

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