Monthly Archives: October 2014

Die Macht der Gewohnheiten Teil 1

(Justin Bärwaldt)

Die Gewohnheit im Allgemeinen

„Die schlimmste Herrschaft ist die der Gewohnheit“
(Publius Syrus 90-40 v.Chr., röm. Moralist in „Sententiae“)
Im ersten Teil dieser vierteiligen Serie rund um das Thema Gewohnheiten werden wir versuchen, die Gewohnheiten an sich zu verstehen, indem die Fragen, was Gewohnheiten eigentlich sind und warum sie ein jeder Mensch hat, beantwortet werden.

Damit Sie einen ersten Zugang zu dem Thema „Gewohnheiten“ bekommen, sei an dieser Stelle folgendes Gleichnis dargestellt:

Ein Zen-Meister bittet seinen Schüler einen noch jungen Strauch zu jäten, welches dem Schüler mühelos gelingt. Anschließend wird dem Jüngling die Aufgabe zuteil, eine etwas ältere, bereits tiefer verwurzeltere Pflanze aus dem Garten zu entfernen. Auch dies gelingt ihm, wenn auch mit einigem Kraftaufwand. Zu guter Letzt, ist es an dem Jüngling, einen großen und zugleich alten Strauch aus der Erde zu ziehen. Doch jede Kraftanstrengung ist vergebens, der Strauch will sich nicht bewegen…

Wird einem nun bewusst, dass die Sträucher in diesem Gleichnis metaphorisch für unsere Gewohnheiten stehen, ebenso wie  der Garten für unser Leben, so könn(t)en wir folgendes Fazit ziehen:

Je länger gewisse Gewohnheiten Teil unseres Lebens sind, desto tiefer sind sie in unsere Tagesabläufe, Verhaltenseisen verankert und umso schwerer wird uns die Entwöhnung fallen.

Was sind Gewohnheiten eigentlich?

Gewohnheiten sind Handlungen, zu welchen wir uns einst bewusst entschlossen haben, jedoch vergegenwärtigen wir sie uns nicht mehr, mit einsetzender Routine, was bis zu einem gewissen Grad zu einer Abgabe von Kontrolle über unsere ausgeführten Handlungen führt, durch unbewusstes Ausführen.

Dies führt zu dem positiven Effekt, dass wir Energie einsparen – somit mehr Energie für anspruchsvollere, herausforderndere Dinge haben und die Gewohnheiten uns ein Gefühl von Bequemlichkeit und Sicherheit verschaffen. Zugleich jedoch geben wir, wie erwähnt, Kontrolle ab und beschleunigen dabei unser Leben, beziehungsweise unser Zeitempfinden.

Für weitere Informationen schauen Sie gern in den nachfolgenden Spiegel-Beitrag:

http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/warum-die-zeit-immer-schneller-vergeht-jahr-schon-wieder-vorbei-a-931905.html

Doch wie sind Gewohnheiten eigentlich aufgebaut?

Im Prinzip wurde diese Frage schon im Jahre 1905 von Iwan Pawlow mit seinem berühmten Hunde-Experiment beantwortet. Die Gewohnheit an sich lässt sich mit dem Verhalten der pawlow’schen Hunde optimal in all ihre Einzelheiten einteilen:

  1. Stufe: Der Auslösereiz (Die Glocke ertönt)
  2. Stufe: Die Routine (Der Hund geht zum Futtertrog)
  3. Stufe: Die Belohnung (Das Fressen)

Jene Einteilung der Gewohnheit lässt sich ausnahmslos auch auf die des Menschen übertragen. Des Weiteren lassen sich drei elementare Eigenschaften, die eine Gewohnheit mit sich bringt, feststellen:

  1. Es ist uns kaum bewusst, wenn wir eine Gewohnheit ausführen.
  2. Gewohnheiten werden weitgehend emotionslos erledigt.
  3. Sie hängen zudem stark von unserer Umgebung und Umständen ab.

Sprich, sollten Sie beispielsweise nach der Rückkehr in ihr trautes Heim nach dem Abstreifen der Schuhe (Auslösereiz) fast automatisch den Gang zum Fernseher antreten und jenen anschalten (Routine), was gegebenenfalls eine Zerstreuung der Gedanken nach sich zieht (Belohnung), so werden Sie sich in der Wohnung des Chefs nach erfolgtem Auslösereiz (hoffentlich) nicht simultan verhalten.
Möchten Sie nicht mehr der pawlow’sche Hund eines Auslösereizes sein, der zu einer lasterhaften Gewohnheit führt, wie zum Beispiel dem Rauchen, oder einer ungesunden Ernährung?

Dann lesen Sie Teil 2 der Gewohnheiten-Serie, wo Sie das 30-Tage-Konzept vorgestellt bekommen und eine Strategie zur Entwöhnung.

Haben Sie vielleicht bereits versucht, die ein oder andere nicht gerade positive (An-)Gewohnheit vollends aus Ihrem Leben zu verbannen, sind aber an diesem Vorhaben gescheitert?

Dann lassen Sie sich gesagt sein: Veränderung ist oftmals eine Frage der Strategie, nicht der Willenskraft und der Selbstdisziplin.

Auch an dieser Stelle sei nochmals auf den nächsten und die folgenden Teil(e) dieser Serie hingewiesen.

Sie sind willens und bereit, bekannte Pfade zu verlassen! Gern stehe ich Ihnen dabei unterstützend zur Seite.

 


Die Serie im Überblick:
Die Macht der Gewohnheiten Teil 2
Die Macht der Gewohnheiten Teil 3

 

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Power für die Mitte II

Core Training - Aus der Mitte entspringt die Stärke!

Wer mich kennt weiß, dass effektives Training nie aufwendig sein muss. Ich bin davon überzeugt, dass in der Einfachheit der Schlüssel zum Erfolg liegt. Nicht viele Übungen führen zum Ziel sondern wenige, diese aber so komplex wie möglich.

So auch der Stütz mit alternierend ran gezogenem Bein. Haben Sie einen stabilen Stand, Unterarme und Füße sind jeweils ca. Schulter- bis Hüftbreit aufgestellt. Der Blick ist gerade nach unten gerichtet, so das HWS, BWS, Becken und Beine möglichst eine Linie bilden.

Jetzt lösen Sie ein Bein und ziehen es seitlich am Körper in Richtung Oberarm/Schulter und führen es in die Ausgangsstellung zurück. Wiederholen Sie auf der anderen Seite. Neben einer vorher definierten Wiederholungsanzahl ist hier auch das Tabata-Training ein spannender Impuls. Probieren Sie es einfach mal aus.

Personal Trainer Berlin | Torsten Fleischer | Unterarmstütz oder Plank
Personal Trainer Berlin | Torsten Fleischer | Unterarmstütz oder Plank

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Core Training – Power für die Mitte

Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen eine verhältnismäßig simple Übung zeigen – verstehen Sie mich bitte nicht falsch, die Übung hat es definitiv in sich – die Sie komplett fordert.

Instabilität ist hierbei das Stichwort. Die Kombination aus Liegestützposition und Pezziball schafft hier einen hervorragenden Trainingsimpuls. Sie werden rasch feststellen, dass Sie, selbst als geübter Sportler an Ihre Grenzen stoßen.

Personal Trainer Berlin | Torsten Fleischer | Stütz auf Pezziball
Begeben Sie sich in Liegestützposition mit den Füßen auf einen Pezziball. Seien Sie bemüht den Körper von Kopf bis Fuß in einer stabilen Linie zu halten. Ziehen Sie den Bauchnabel leicht nach innen. Spüren Sie schon, wie anstrengend allein die erste Position ist?!
Personal Trainer Berlin | Torsten Fleischer | Stütz auf Pezziball mit Crunch
Ziehen Sie nun die Knie unter Ihren Körper in Richtung Brustkorb – bringen Sie dabei das Becken maximal nach oben raus. Gehen Sie mit den Füßen wieder in die Ausgangsposition und wiederholen den Ablauf nach Belieben.
Personal Trainer Berlin | Torsten Fleischer | Stütz auf Pezziball mit seitlichem Crunch
Eine interessante Variation ist ist das seitliche heranziehen der Knie. Der Ablauf ist ähnlich der vorangegangenen Übung, nur, dass Sie in der Endposition die Knie alternierend nach links und rechts herausdrehen.
Und, wie fühlt sich dieser Bewegungsablauf an?

Sie haben Fragen? Gern stehe ich Ihnen mit meinem Wissen und meiner Erfahrung bei Ihren Zielen und Wünschen nach Veränderung hilfreich zur Seite.

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